Der beste Gemüsefond - nicht nur für Lebensmittelretter
Das hier ist kein Sponsored Post. Ich bekomme absolut nichts von dem Verlag. Komplett aus freien Stücken, voller Überzeugung und aus aktuell empfundenem Enthusiasmus empfehle ich Euch: Kauft das Kochbuch "From Leaf to Root". Es hat mir zu einem Gemüsefond verholfen, von dem ich Euch kurz erzählen will.
Nicht wegwerfen!
In einer vorherigen Folge über meine Gemüsephilosophie hatte ich schon kurz angeschnitten, dass man - Achtung Wortwitz - aus Gemüseanschnitten etwas ganz besonderes machen kann. Wer beim Gemüsekauf auf geringe Schadstoffbelastung achtet und seine Karotten, seinen Sellerie oder was gerade sonst verarbeitet wird, gut wäscht, kann magische Dinge tun. Achtung: Manche meinen, Kartoffelschalen seien zu nitrathaltig für die Weiterverarbeitung. Informiert Euch besser, bevor ihr sie einsetzt. Ich sammle in einer großen Tupperschüssel Karottenschalen und Co., lagere sie zwischendurch in der Gefriertruhe und wenn die Schüssel voll ist, geht es los mit dem weltbesten Gemüsefond.
Gemüsefonds selbst herstellen
Ein Hauch Radicchio-Bitterkeit, die Anis-Frische von Fenchelsamen, die erdige Würze von Lauch, Karotten und Sellerie: Ich sollte langsam darüber nachdenken, Weinliebhaber zum Suppen essen einzuladen und sie danach um eine Beschreibung des vorgesetzten Gemüsefonds bitten. Aber vorher verrate ich Euch noch die Herstellung des Fonds.
In einem möglichst großen Topf wird großzügig Butter zerlassen, ich nehme immer ungefähr zwei Esslöffel. Dann kommen die gesammelten Gemüseabschnitte dazu. Meine Tupperschüssel hat ein Volumen von 1,5 l - das nur zur Info wegen der Mengenkalkulation. In der zerlassenen Butter werden die Gemüseabschnitte für eine halbe Stunde bei mittlerer Hitze angebräunt. Danach kommt möglichst viel Wasser (bei mir waren´s drei Liter) drauf, das für eine Stunde kochen soll. Nach Ablauf dieser Frist gebe ich Kräuter und Gewürze hinzu. Heute waren das Fenchel- und Koriandersamen, Piment, Bockshornkleesamen und Pfefferkörner. Den Fond mindestens eine weitere halbe Stunde kochen lassen. Wenn´s länger wird, ist es auch nicht schlimm. Ein bisschen Wasser verkocht immer. Wer will, kann den Verlust ausgleichen und frisches Wasser zwischendurch hinzugeben. Kurz vor Schluss kommt nochmal Salz dazu. Und dann kann man den entstandenen Fond abseien und noch heiß in vorbereitete Gefäße (bei mir sind es Glasflaschen) füllen. Wann immer benötigt, hat man damit herrlichen Fond, der zahlreiche Gerichte verfeinert.
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