Zimtsternmassaker
Wer kennt Haikus? Für alle, die jetzt wieder wegklicken wollen: Haikus sind kunstvoll kreierte, einem festen Aufbau folgende, ultrakurze japanische Gedicht-Miniaturen. Bei dem Versuch, die Form ins Deutsche zu übertragen, entstand das Haiku "Zimststernmassaker" - eine kongeniale Würdigung der Weihnachtszeit. Und wegen der festen Haiku-Form ein passender Kontrast zu diesem Blog. Denn hier geht es um die neuen Wege, die Improvisation in der Küche, die eine neue Idee, dem Zufall als Beikoch.
Hier sollen sich bekannte und unbekannte, komplizierte und einfache Rezepte versammeln, die eines gemeinsam haben: Sie wurden in der vorliegenden Fom höchstens mit Bleistift an den Rezeptrand gekritzelt. Hier geht es um die leicht veränderten Mengenangaben, die eine neue Zutat, die veränderte Garzeit und all die anderen Tricks, die man höchstens mal mündlich weitergibt. Wenn man Lust hat. Und weil diese innovativen Rezepte auch immer mit unterschiedlichen Geschichten verbunden sind, gibt´s die gratis als Nachtisch.
Die Backwahn-Sekte
Bei Plätzchen gibt´s ein Pflichtprogramm: Die Kindheitserinnerungen müssen genauso auf den Teller wie die obligatorische Schoko-Dosis. Und weil man ohnehin gerade so schön in Fahrt ist, kann man ja noch dieses eine Rezept ausprobieren, das ... Duck dich Waage, Dir drohen Überstunden!
Noch schöner wird die Plätzchenzeit natürlich mit Gleichgesinnten. Am schönsten, wenn sich diese freiwillig in quasi-religiöse Gebäckhuldigungsorganisationen wie der "Backwahn-Sekte" organisieren wollen. Und weil die Backwahn-Sekte nicht im Schweigekloster erfunden wurde, entstand während des letztjährigen Treffens im Rahmen einer rituellen Kulthandlung das Zimtstern-Gebäck mit Anti-Kleb-Garantie. Denn leider geht konzentriert Quatschen und konzentriert Backen nicht immer gleichzeitig.
Die Zimtstern-Crew
Da standen wir nun in der Küche, fest entschlossen Neues aus der Kategorie Kindheitserinnerung auf den Gebäckteller zu kriegen. Die verwendeten Zutaten waren (Mengenangaben beziehen sich auf ungefähr vierzig Sterne)
Drei Eiweiße, 200g Puderzucker, 1 Päckchen Vanillezucker, 400g gemahlene Mandeln, 2 TL gemahlener Zimt.
Wir hatten bereits eine Sorte im Ofen, einen zweiten Teig im Kühlschrank und sehen uns alle paar Wochen. Da gibt´s natürlich viel zu bereden. Beim ersten Arbeitsschritt lief noch alles nach Plan:
Die Eiweiße steif schlagen, dabei den Puderzucker und den Vanillezucker nach und nach dazugeben. Eine Tasse von dem Eischnee abnehmen und dabei kühl stellen.
Ich weiß nicht mehr, was wir beredet haben, aber es war spannend. So kam es, dass im zweiten Arbeitsschritt eine kleine Veränderung großen Einfluss auf das Ergebnis hatte.
Wir haben unter den restlichen Eischnee die gesamten 400 g Mandeln und den gemahlenen Zimt gehoben und den Teig zugedeckt 30 Minuten ruhen lassen. Im Rezept stand, dass man 300 g Mandeln in den Teig und 100 g als Unterlage verwenden sollte. Aber warum so kompliziert?
Denn: Der Teig ließ sich endlich herrlich unproblematisch auf ungefähr 7mm Dicke ausrollen. Und mit den vorher in kaltes Wasser getauchten Ausstechförmchen war auch der Rest nach all den kläglichen Jahren mit unförmigen Zimtbatzen ein Kinderspiel: Ausstechen, Auslösen, fertig auf das Backblech. Die Zimtplätzchen nur noch mit dem restlichen Eischnee, den man sich abgezweigt hatte, bestreichen. Und dann in dem auf 150 Grad (Umluft 130 Grad) vorgeheizten Ofen für ungefähr 25 Minuten backen. Fertig.
Geheimnisverrat
Wir wollen Eure Geheimnisse, Eure Zufälle, Eure Mißgeschicke. Schickt uns Eure Variationen, Improvisationen und maßgeschneiderten Rezepte. Wir sind gespannt.
Hier sollen sich bekannte und unbekannte, komplizierte und einfache Rezepte versammeln, die eines gemeinsam haben: Sie wurden in der vorliegenden Fom höchstens mit Bleistift an den Rezeptrand gekritzelt. Hier geht es um die leicht veränderten Mengenangaben, die eine neue Zutat, die veränderte Garzeit und all die anderen Tricks, die man höchstens mal mündlich weitergibt. Wenn man Lust hat. Und weil diese innovativen Rezepte auch immer mit unterschiedlichen Geschichten verbunden sind, gibt´s die gratis als Nachtisch.
Die Backwahn-Sekte
Bei Plätzchen gibt´s ein Pflichtprogramm: Die Kindheitserinnerungen müssen genauso auf den Teller wie die obligatorische Schoko-Dosis. Und weil man ohnehin gerade so schön in Fahrt ist, kann man ja noch dieses eine Rezept ausprobieren, das ... Duck dich Waage, Dir drohen Überstunden!
Noch schöner wird die Plätzchenzeit natürlich mit Gleichgesinnten. Am schönsten, wenn sich diese freiwillig in quasi-religiöse Gebäckhuldigungsorganisationen wie der "Backwahn-Sekte" organisieren wollen. Und weil die Backwahn-Sekte nicht im Schweigekloster erfunden wurde, entstand während des letztjährigen Treffens im Rahmen einer rituellen Kulthandlung das Zimtstern-Gebäck mit Anti-Kleb-Garantie. Denn leider geht konzentriert Quatschen und konzentriert Backen nicht immer gleichzeitig.
Die Zimtstern-Crew
Da standen wir nun in der Küche, fest entschlossen Neues aus der Kategorie Kindheitserinnerung auf den Gebäckteller zu kriegen. Die verwendeten Zutaten waren (Mengenangaben beziehen sich auf ungefähr vierzig Sterne)
Drei Eiweiße, 200g Puderzucker, 1 Päckchen Vanillezucker, 400g gemahlene Mandeln, 2 TL gemahlener Zimt.
Wir hatten bereits eine Sorte im Ofen, einen zweiten Teig im Kühlschrank und sehen uns alle paar Wochen. Da gibt´s natürlich viel zu bereden. Beim ersten Arbeitsschritt lief noch alles nach Plan:
Die Eiweiße steif schlagen, dabei den Puderzucker und den Vanillezucker nach und nach dazugeben. Eine Tasse von dem Eischnee abnehmen und dabei kühl stellen.
Ich weiß nicht mehr, was wir beredet haben, aber es war spannend. So kam es, dass im zweiten Arbeitsschritt eine kleine Veränderung großen Einfluss auf das Ergebnis hatte.
Wir haben unter den restlichen Eischnee die gesamten 400 g Mandeln und den gemahlenen Zimt gehoben und den Teig zugedeckt 30 Minuten ruhen lassen. Im Rezept stand, dass man 300 g Mandeln in den Teig und 100 g als Unterlage verwenden sollte. Aber warum so kompliziert?
Denn: Der Teig ließ sich endlich herrlich unproblematisch auf ungefähr 7mm Dicke ausrollen. Und mit den vorher in kaltes Wasser getauchten Ausstechförmchen war auch der Rest nach all den kläglichen Jahren mit unförmigen Zimtbatzen ein Kinderspiel: Ausstechen, Auslösen, fertig auf das Backblech. Die Zimtplätzchen nur noch mit dem restlichen Eischnee, den man sich abgezweigt hatte, bestreichen. Und dann in dem auf 150 Grad (Umluft 130 Grad) vorgeheizten Ofen für ungefähr 25 Minuten backen. Fertig.
Geheimnisverrat
Wir wollen Eure Geheimnisse, Eure Zufälle, Eure Mißgeschicke. Schickt uns Eure Variationen, Improvisationen und maßgeschneiderten Rezepte. Wir sind gespannt.
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