Zu viel Schokolade und Weihnachtspralinen
Küchen-Kreativität
Es begab sich, dass ich mich unlängst durch einen Stapel Inneneinrichtungszeitschriften fraß, äh las.
Mittendrin: das Rezept für die Walnuss-Knusperstücke (Danke Living at Home Dezemberausgabe auf diesem Weg!) Hier kommt
Zutaten:
130 g Zucker, 200 g Walnusskerne (rösten wer´s mag), 250g Honigmarzipan aus dem Bioladen (oder normales Marzipan - ein Versuch ist es wert!), abgeriebene Schale von einer unbehandelten Orange, 1EL hausgemachter Nusslikör, mein Killergeschenk zur Weihnachtszeit (OK, die Living at home meint Walnuss-Geist oder O-Saft), 2 TL Butter und 400 g Zartbitterkuvertüre laut Rezept. Zu viel Schokolade...
Karamellnüsse die erste
50 g in einer unbeschichteten Pfanne schmelzen und leicht karamellisieren lassen. 100 g (geröstete) Nüsse dazugeben, kurz in Karamell schwenken und damit überziehen. Sofort auf einen Bogen Backpapier oder eine ähnlich glatte Unterlage geben und auskühlen lassen. Kein Zewa. Das klebt.
An das Marzipan
Marzipan grob raspeln, karamellisierte Nüsse fein hacken (mit scharfem Messer, Blitzhacker, Handkanten ...). Mit Orangenschale und meinem Nusslikör, dem Walnussgeist oder dem O-Saft vermischen und die gesamte Marzipan-Nuss-Flüssigkeitsmasse für mindestens eine halbe Stunde im Kühlschrank lagern.
Karamellnüsse die zweite
80g Zucker in einer unbeschichteten Pfanne schmelzen und leicht karamellisieren lassen. Die restlichen Walnusskerne hinzufügen, und gleichmäßig in Karamell schwenken. Die Butter unterrühren und die Nüsse auf Backpapier geben. Noch im warmen Zustand auseinanderziehen, so dass sie einzeln trocknen können. Hier produziert man nämlich die Deko für die Walnuss-Knusperstücke, sie kommen dann einzeln auf die Pralinen drauf.
Finale
Das Marzipan aus dem Kühlschrank nehmen, gleichmäßig auf 1cm Dicke ausrollen, 3x3cm große Stücke ausschneiden. Mit einer Fonduegabel oder einem ähnlich spitzen Gegenstand ein Marzipanstück nach dem anderen aufspießen, durch die flüssige Kuvertüre ziehen, bis alle gleichmäßig bedeckt sind, je ein Walnussstückchen auf die noch feuchte Schokolade setzen und zum Beispiel auf einem Kuchengitter trocknen lassen.
Und was ist jetzt mit der restlichen Schokolade?
Wer jemals wie ich zu viel geschmolzene Kuvertüre übrig hat, dem sei hier der ultimative Trick für die optimale Schokoverwertung verraten: Man vermische 2 Teile Schokolade mit einem Teil Sahne (ich hatte von den Walnuss-Knusperstücken 200 g Schokokuvertüre übrig und habe sie dann logischerweise mit 100 g Sahne verrührt). Fertig ist die Ausgangsmasse für Freestyle-Homemade-Superpralinen. Wer so richtig Eindruck schinden will und Leute kennt, die jeden der Pralinen selbst herstellen kann, in den Status eines Halbgottes erheben, ist hier am Ziel seiner Wünsche und Träume.
Pralinen maßgeschneidert
Wer möchte, kann in die noch flüssige Sahne-Schokomasse Nüsse, Mandeln, Schokostückchen, Pistazien oder vieles andere mehr hineinschütten. Ob mit oder ohne Beigabe, jetzt muss die Ausgangsbasis für die maßgeschneiderten Pralinen lange in den Kühlschrank. Ungefähr drei Stunden sind gut. Danach ist die Masse im Idealfall so fest, dass sie sich mühelos in der Hand zu kleinen Happen formen lässt. Die wiederum auch ganz nach Geschmack zum Beispiel in Kakaopulver, gemahlenem Zimt, Nüssen, Puderzucker oder vielem anderem mehr gerollt werden können. Wer sagt, dass Maßanfertigung nur was für Leute mit hohem Kontostand sein muss?
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"man nehme..." steht im Kochbuch. Was nicht drinsteht sind die ganz eigenen geheimen Küchentricks.Verratet sie uns.
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